Russell Brunson ist Mitgründer von ClickFunnels, das er 2014 zusammen mit Todd Dickerson gestartet hat, und Autor einer Buchreihe aus drei Titeln: einem zu Verkaufstrichtern, einem zum Aufbau einer Zielgruppe rund um eigene Expertise und einem zu Besucherquellen. Die Bücher werden häufig im Modell gratis plus Versand vertrieben. Ich mache das Board mit der Frage auf, was davon im deutschsprachigen Raum tatsächlich trägt. Aus dem ersten Buch ist für mich ein Konzept hängengeblieben, das meine Arbeit verändert hat: die Wertleiter. Der Gedanke ist einfach. Menschen kaufen selten sofort das Teuerste. Sie steigen niedrig ein, machen eine gute Erfahrung und kaufen dann das Nächstgrößere. Wer nur ein Angebot hat, verdient an jedem Kunden genau einmal. Für Affiliates lässt sich das direkt übersetzen. Statt jeden Besucher auf dasselbe Produkt zu schicken, überlege ich mir eine Reihenfolge: etwas Kostenloses als Einstieg, ein günstiges Produkt für die, die etwas ausprobieren wollen, und die größeren Empfehlungen für die, die schon Vertrauen aufgebaut haben. Der Umsatz pro Person ist damit deutlich gestiegen, ohne dass ich mehr Besucher gebraucht hätte. Den Ton. Die Verkaufskultur, aus der diese Bücher stammen, arbeitet mit sehr großen Versprechen, viel Superlativ und einer Dramaturgie, die im deutschsprachigen Raum eher Misstrauen erzeugt als Kauflust. Ich habe beides getestet, und die zurückhaltende Fassung hat nicht nur besser konvertiert, sondern deutlich weniger Rückgaben produziert. Ebenfalls nicht übernommen: die Trichter mit fünf aufeinanderfolgenden Zusatzangeboten nach dem Kauf. Das rechnet sich auf dem Papier und erzeugt bei den Käufern ein Gefühl, das ich meinen Leuten nicht zumuten will. Die Vorlagen aus dem amerikanischen Raum passen hier nicht eins zu eins. Konkret: Preisangaben inklusive Steuern, korrektes Widerrufsrecht mit den Besonderheiten für digitale Inhalte, Impressumspflicht, doppeltes Bestätigungsverfahren bei der Anmeldung, und deutliche Kennzeichnung von Werbung. Wer eine übersetzte Vorlage übernimmt, übernimmt in der Regel auch deren Lücken. Struktur ja, Wortlaut nein. Es begegnet einem in diesem Umfeld ständig, deshalb kurz die Mechanik: Das Buch ist nicht das Produkt, sondern der Weg zu einem Kontakt, der anschließend über eine Strecke weiter betreut wird. Das ist völlig legitim, solange es transparent ist. Wenn du so etwas empfiehlst, schreib dazu, dass danach regelmäßig Werbepost kommt. Deine Leser danken es dir, und du sparst dir Beschwerden. Bei Büchern aus diesem Umfeld lese ich mit zwei Stiften. Der eine markiert Mechanik, also warum etwas in dieser Reihenfolge steht. Der andere markiert Kultur, also alles, was mit dem amerikanischen Markt und der dortigen Erwartungshaltung zusammenhängt. Die Mechanik nehme ich mit, die Kultur lasse ich liegen. Das klingt umständlich und ist der Grund, warum ich aus solchen Büchern überhaupt etwas Brauchbares ziehe. Zeichne deine eigene Wertleiter auf ein Blatt: Was ist dein kostenloses Angebot, was das günstige, was das große? Wenn eine Stufe fehlt, weißt du, was du als Nächstes bauen solltest. Bei mir fehlte jahrelang die mittlere, und genau dort ging Umsatz verloren. Habt ihr eine bewusste Reihenfolge in euren Empfehlungen, oder schickt ihr alle auf dasselbe Angebot? Russell Brunson ist Mitgründer von ClickFunnels, das er 2014 zusammen mit Todd Dickerson gestartet hat, und Autor einer Buchreihe aus drei Titeln: einem zu Verkaufstrichtern, einem zum Aufbau einer Zielgruppe rund um eigene Expertise und einem zu Besucherquellen. Die Bücher werden häufig im Modell gratis plus Versand vertrieben. Ich mache das Board mit der Frage auf, was davon im deutschsprachigen Raum tatsächlich trägt. Aus dem ersten Buch ist für mich ein Konzept hängengeblieben, das meine Arbeit verändert hat: die Wertleiter. Der Gedanke ist einfach. Menschen kaufen selten sofort das Teuerste. Sie steigen niedrig ein, machen eine gute Erfahrung und kaufen dann das Nächstgrößere. Wer nur ein Angebot hat, verdient an jedem Kunden genau einmal. Für Affiliates lässt sich das direkt übersetzen. Statt jeden Besucher auf dasselbe Produkt zu schicken, überlege ich mir eine Reihenfolge: etwas Kostenloses als Einstieg, ein günstiges Produkt für die, die etwas ausprobieren wollen, und die größeren Empfehlungen für die, die schon Vertrauen aufgebaut haben. Der Umsatz pro Person ist damit deutlich gestiegen, ohne dass ich mehr Besucher gebraucht hätte. Den Ton. Die Verkaufskultur, aus der diese Bücher stammen, arbeitet mit sehr großen Versprechen, viel Superlativ und einer Dramaturgie, die im deutschsprachigen Raum eher Misstrauen erzeugt als Kauflust. Ich habe beides getestet, und die zurückhaltende Fassung hat nicht nur besser konvertiert, sondern deutlich weniger Rückgaben produziert. Ebenfalls nicht übernommen: die Trichter mit fünf aufeinanderfolgenden Zusatzangeboten nach dem Kauf. Das rechnet sich auf dem Papier und erzeugt bei den Käufern ein Gefühl, das ich meinen Leuten nicht zumuten will. Die Vorlagen aus dem amerikanischen Raum passen hier nicht eins zu eins. Konkret: Preisangaben inklusive Steuern, korrektes Widerrufsrecht mit den Besonderheiten für digitale Inhalte, Impressumspflicht, doppeltes Bestätigungsverfahren bei der Anmeldung, und deutliche Kennzeichnung von Werbung. Wer eine übersetzte Vorlage übernimmt, übernimmt in der Regel auch deren Lücken. Struktur ja, Wortlaut nein. Es begegnet einem in diesem Umfeld ständig, deshalb kurz die Mechanik: Das Buch ist nicht das Produkt, sondern der Weg zu einem Kontakt, der anschließend über eine Strecke weiter betreut wird. Das ist völlig legitim, solange es transparent ist. Wenn du so etwas empfiehlst, schreib dazu, dass danach regelmäßig Werbepost kommt. Deine Leser danken es dir, und du sparst dir Beschwerden. Bei Büchern aus diesem Umfeld lese ich mit zwei Stiften. Der eine markiert Mechanik, also warum etwas in dieser Reihenfolge steht. Der andere markiert Kultur, also alles, was mit dem amerikanischen Markt und der dortigen Erwartungshaltung zusammenhängt. Die Mechanik nehme ich mit, die Kultur lasse ich liegen. Das klingt umständlich und ist der Grund, warum ich aus solchen Büchern überhaupt etwas Brauchbares ziehe. Zeichne deine eigene Wertleiter auf ein Blatt: Was ist dein kostenloses Angebot, was das günstige, was das große? Wenn eine Stufe fehlt, weißt du, was du als Nächstes bauen solltest. Bei mir fehlte jahrelang die mittlere, und genau dort ging Umsatz verloren. Habt ihr eine bewusste Reihenfolge in euren Empfehlungen, oder schickt ihr alle auf dasselbe Angebot?Die Wertleiter und der Trichtergedanke: was aus Russell Brunsons Büchern hier funktioniert
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Der eine Gedanke, der es wert ist
Was ich nicht übernommen habe
Der rechtliche Teil, den man nicht übersehen darf
Zum Gratis-plus-Versand-Modell
Was ich beim Lesen mache
Ein konkreter Vorschlag
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#1 · 29. Juli 2026, 11:20