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Alles-in-einem-Baukästen wie Builderall: worauf ich im Alltag achte

Ich mache das Board mal mit ein paar praktischen Punkten auf, die für Baukästen gelten, die Webseite, Trichter, Mailversand und weitere Bausteine unter einem Dach bündeln. Builderall gehört in diese Kategorie, und die Überlegungen sind bei allen Vertretern dieser Gattung sehr ähnlich.

Der Vorteil ist echt, aber er heißt nicht Funktionsumfang

Der eigentliche Nutzen ist nicht, dass alles dabei ist, sondern dass alles miteinander redet. Wenn Formular, Verteiler und Trichter aus einem Haus kommen, entfällt das ganze Verbinden über Schnittstellen, das erfahrungsgemäß die meiste Zeit frisst und am häufigsten kaputtgeht. Für jemanden, der allein arbeitet und nicht ständig Technik reparieren will, ist das viel wert. Wer diesen Punkt nicht braucht, weil er ohnehin nur eine Seite betreibt, zahlt für Dinge, die er nie benutzt.

Der Preis der Bequemlichkeit

Der Nachteil ist ebenso real: Deine Inhalte liegen im System des Anbieters. Wenn du in zwei Jahren wechseln willst, nimmst du in der Regel weder das Design noch die Seitenstruktur mit, sondern baust neu. Meine Konsequenz daraus: Alles, was langfristig Sichtbarkeit aufbauen soll, also mein Ratgeberbereich, läuft bei mir auf einem eigenen, gängigen System, das ich exportieren kann. Der Baukasten macht die Trichter und Zielseiten, die ohnehin nur ein paar Monate leben.

Bevor du dich festlegst: drei Fragen

Erstens: Kann ich meine Kontakte samt Einwilligungsdaten vollständig exportieren, und geht das ohne Support? Zweitens: Wie schnell laden die erzeugten Seiten wirklich? Miss das an einer fertigen Seite eines bestehenden Kunden, nicht in der Vorschau. Baukästen erzeugen oft mehr Code, als nötig wäre, und auf dem Telefon merkt man das. Drittens: Wo stehen die Server, und gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung?

Nicht alles nutzen, nur weil es dabei ist

Der typische Fehler bei solchen Paketen ist, jeden Baustein einzusetzen, weil er im Preis enthalten ist. Ich habe eine Zeit lang Bilder, Videos, Terminplanung und Verteiler dort gemacht und dabei übersehen, dass einzelne Bausteine deutlich schwächer waren als spezialisierte Werkzeuge, die es kostenlos gibt. Nutz die Teile, die gut sind und miteinander verzahnt sein müssen, und nimm für den Rest, was besser ist.

Zur Empfehlung solcher Anbieter

Diese Kategorie hat in der Regel großzügige und teils wiederkehrende Provisionen, was sie für Affiliates attraktiv macht. Genau deshalb ist der Markt voll mit Empfehlungen, die vor allem eins sind: Empfehlungen. Wenn du in diesem Bereich glaubwürdig bleiben willst, brauchst du eine ehrliche Abgrenzung, für wen das Werkzeug nichts ist. Bei mir ist das jeder, der genau eine Sache braucht und nicht fünf, und jeder, der langfristig auf Suchmaschinen setzt. Diese Ehrlichkeit kostet mich Verkäufe und bringt mir Leser, die wiederkommen.

Ein praktischer Tipp zum Testen

Bau als Erstes einen kompletten kleinen Ablauf nach: Zielseite, Formular, Bestätigungsmail, drei Folgemails, Weiterleitung. Wenn das an einem Nachmittag steht und funktioniert, ist das Werkzeug für dich brauchbar. Wenn du dabei dreimal in Anleitungen suchen musst, wirst du es im Alltag nicht gern benutzen, und ein Werkzeug, das man nicht gern benutzt, wird nicht benutzt.

Arbeitet hier jemand dauerhaft mit einem solchen Rundum-Paket? Mich würde interessieren, welche Bausteine ihr tatsächlich nutzt und wo ihr trotzdem auf etwas anderes ausweicht.