Die meisten Programme haben kein Gewinnungsproblem, sondern ein Aktivierungsproblem. Hunderte angemeldete Partner, von denen zwei verkaufen. Ich schreibe auf, was bei mir daran etwas geändert hat. Wer sich anmeldet, ist genau in diesem Moment motiviert. Wenn dann eine automatische Bestätigung mit einem Link kommt und sonst nichts, passiert nie wieder etwas. Ich schicke stattdessen in den ersten Tagen drei kurze Nachrichten: erstens die wichtigsten Fakten zum Produkt inklusive der ehrlichen Abgrenzung, für wen es nichts ist. Zweitens einen konkreten Vorschlag, wie man mit dem geringsten Aufwand starten kann, also eine einzelne Platzierung, kein Marketingplan. Drittens die Einladung, mir zu schreiben, was das Produkt für die eigene Zielgruppe leisten müsste. Die Aktivierungsquote hat sich damit deutlich verbessert. Ich melde mich bei jedem Partner persönlich nach dessen erstem Verkauf. Das dauert zwei Minuten und wirkt erstaunlich stark, weil in kaum einem Programm überhaupt jemand reagiert. Ein zweiter Verkauf kommt bei diesen Leuten sehr viel häufiger als bei denen, die nie eine Rückmeldung bekommen. Bannergrafiken haben bei mir null Umsatz erzeugt. Was tatsächlich genutzt wird: fertige Textbausteine für eine Mail, ein paar Formulierungen für kurze Beiträge, eine Liste der häufigsten Einwände samt Antwort, und Bildmaterial vom Produkt selbst. Wichtig ist, dass alles als Ausgangspunkt gedacht ist und nicht als fertiger Text zum Kopieren. Wenn zwanzig Partner denselben Text veröffentlichen, sieht das für Leser und Suchmaschinen gleichermaßen schlecht aus. Ich nenne meinen Partnern die Umwandlungsquote der Verkaufsseite und die Rückgabequote. Das kostet Überwindung, weil man ungern Schwächen zeigt. Der Effekt ist aber, dass erfahrene Partner überhaupt erst rechnen können, ob sich bezahlte Reichweite lohnt. Wer diese Zahlen nicht bekommt, geht zum nächsten Anbieter, der sie nennt. In meinem Programm machen drei Partner den überwiegenden Teil des Umsatzes. Diese drei bekommen eine höhere Provision, frühzeitig Bescheid über neue Produkte und einen direkten Draht zu mir. Das ist keine Ungerechtigkeit, sondern eine nüchterne Aufwandsrechnung. Gleichbehandlung klingt fair und führt dazu, dass die Besten irgendwann woanders arbeiten. Eine kurze Nachricht im Monat mit etwas Nützlichem, etwa welcher Ansatz gerade am besten funktioniert oder welche Frage Käufer häufig stellen. Keine wöchentlichen Aufrufe, mehr zu verkaufen. Partner sind Selbstständige und reagieren auf Druck genauso wenig gut wie du. Achte auf ungewöhnliche Muster: sehr viele Klicks ohne Verkäufe, Verkäufe mit auffällig hoher Rückgabequote, oder Traffic aus Quellen, die du ausgeschlossen hast. Ein Partner, der mit falschen Versprechen verkauft, produziert Rückgaben und Rufschaden, und beides zahlst du. Eine klare Regelung in den Bedingungen und ein kurzes Gespräch beim ersten Verdacht ersparen dir viel. Die eigenen Käufer systematisch fragen, ob sie Partner werden wollen. Diese Gruppe war bei mir mit Abstand die produktivste und ich habe sie im ersten Jahr komplett übersehen. Ebenfalls hilfreich war, ein einfaches Startpaket bereitzustellen, das jemand in einer halben Stunde umsetzen kann: eine fertige Textvorlage, zwei Produktbilder und ein Vorschlag, an welcher Stelle im eigenen Angebot die Empfehlung sinnvoll steht. Wer erst einen Nachmittag investieren muss, bevor überhaupt etwas online geht, verschiebt es und vergisst es dann. Wie aktiviert ihr eure Partner? Mich interessiert besonders, ob jemand einen funktionierenden Ablauf für die ersten Tage nach der Anmeldung hat. Die meisten Programme haben kein Gewinnungsproblem, sondern ein Aktivierungsproblem. Hunderte angemeldete Partner, von denen zwei verkaufen. Ich schreibe auf, was bei mir daran etwas geändert hat. Wer sich anmeldet, ist genau in diesem Moment motiviert. Wenn dann eine automatische Bestätigung mit einem Link kommt und sonst nichts, passiert nie wieder etwas. Ich schicke stattdessen in den ersten Tagen drei kurze Nachrichten: erstens die wichtigsten Fakten zum Produkt inklusive der ehrlichen Abgrenzung, für wen es nichts ist. Zweitens einen konkreten Vorschlag, wie man mit dem geringsten Aufwand starten kann, also eine einzelne Platzierung, kein Marketingplan. Drittens die Einladung, mir zu schreiben, was das Produkt für die eigene Zielgruppe leisten müsste. Die Aktivierungsquote hat sich damit deutlich verbessert. Ich melde mich bei jedem Partner persönlich nach dessen erstem Verkauf. Das dauert zwei Minuten und wirkt erstaunlich stark, weil in kaum einem Programm überhaupt jemand reagiert. Ein zweiter Verkauf kommt bei diesen Leuten sehr viel häufiger als bei denen, die nie eine Rückmeldung bekommen. Bannergrafiken haben bei mir null Umsatz erzeugt. Was tatsächlich genutzt wird: fertige Textbausteine für eine Mail, ein paar Formulierungen für kurze Beiträge, eine Liste der häufigsten Einwände samt Antwort, und Bildmaterial vom Produkt selbst. Wichtig ist, dass alles als Ausgangspunkt gedacht ist und nicht als fertiger Text zum Kopieren. Wenn zwanzig Partner denselben Text veröffentlichen, sieht das für Leser und Suchmaschinen gleichermaßen schlecht aus. Ich nenne meinen Partnern die Umwandlungsquote der Verkaufsseite und die Rückgabequote. Das kostet Überwindung, weil man ungern Schwächen zeigt. Der Effekt ist aber, dass erfahrene Partner überhaupt erst rechnen können, ob sich bezahlte Reichweite lohnt. Wer diese Zahlen nicht bekommt, geht zum nächsten Anbieter, der sie nennt. In meinem Programm machen drei Partner den überwiegenden Teil des Umsatzes. Diese drei bekommen eine höhere Provision, frühzeitig Bescheid über neue Produkte und einen direkten Draht zu mir. Das ist keine Ungerechtigkeit, sondern eine nüchterne Aufwandsrechnung. Gleichbehandlung klingt fair und führt dazu, dass die Besten irgendwann woanders arbeiten. Eine kurze Nachricht im Monat mit etwas Nützlichem, etwa welcher Ansatz gerade am besten funktioniert oder welche Frage Käufer häufig stellen. Keine wöchentlichen Aufrufe, mehr zu verkaufen. Partner sind Selbstständige und reagieren auf Druck genauso wenig gut wie du. Achte auf ungewöhnliche Muster: sehr viele Klicks ohne Verkäufe, Verkäufe mit auffällig hoher Rückgabequote, oder Traffic aus Quellen, die du ausgeschlossen hast. Ein Partner, der mit falschen Versprechen verkauft, produziert Rückgaben und Rufschaden, und beides zahlst du. Eine klare Regelung in den Bedingungen und ein kurzes Gespräch beim ersten Verdacht ersparen dir viel. Die eigenen Käufer systematisch fragen, ob sie Partner werden wollen. Diese Gruppe war bei mir mit Abstand die produktivste und ich habe sie im ersten Jahr komplett übersehen. Ebenfalls hilfreich war, ein einfaches Startpaket bereitzustellen, das jemand in einer halben Stunde umsetzen kann: eine fertige Textvorlage, zwei Produktbilder und ein Vorschlag, an welcher Stelle im eigenen Angebot die Empfehlung sinnvoll steht. Wer erst einen Nachmittag investieren muss, bevor überhaupt etwas online geht, verschiebt es und vergisst es dann. Wie aktiviert ihr eure Partner? Mich interessiert besonders, ob jemand einen funktionierenden Ablauf für die ersten Tage nach der Anmeldung hat.Partner aktivieren statt anwerben: was bei meinem Programm den Unterschied gemacht hat
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Die erste Woche entscheidet
Den ersten Verkauf zum Ereignis machen
Material, das Arbeit abnimmt statt Arbeit macht
Zahlen offenlegen
Die wenigen Guten anders behandeln
Regelmäßig, aber sparsam kommunizieren
Schwarze Schafe früh erkennen
Was ich rückblickend früher gemacht hätte
Die erste Woche entscheidet
Den ersten Verkauf zum Ereignis machen
Material, das Arbeit abnimmt statt Arbeit macht
Zahlen offenlegen
Die wenigen Guten anders behandeln
Regelmäßig, aber sparsam kommunizieren
Schwarze Schafe früh erkennen
Was ich rückblickend früher gemacht hätte
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#1 · 27. Juli 2026, 04:15