Danny Adams ist nach eigenen Angaben Gründer und Geschäftsführer eines Online-Marketing-Unternehmens und benennt als Schwerpunkte unter anderem das Skalieren von Anzeigen, Vertrieb und Werbetexten. Er betreibt außerdem eine Gemeinschaft für Unternehmer mit regelmäßigen Live-Terminen. Ich greife das Thema Werbetexten heraus, weil es der am meisten unterschätzte Hebel in unserem Geschäft ist. Ich hatte zwei Beiträge zu praktisch demselben Produkt, geschrieben im Abstand von einem Jahr. Der ältere hatte mehr Besucher und weniger als ein Drittel des Umsatzes. Am Produkt lag es nicht, am Programm auch nicht. Der Unterschied war der Text. Seitdem gilt bei mir: Bevor ich einen neuen Beitrag schreibe, überarbeite ich einen alten, der Besucher hat und nicht verkauft. Das bringt zuverlässig mehr als jeder zusätzliche Beitrag. Erstens der Zustand vorher, in den Worten des Lesers. Nicht deine Beschreibung des Problems, sondern seine. Genau deshalb lese ich vor jedem größeren Text eine Stunde in Foren und Kommentarspalten mit und notiere Formulierungen wörtlich. Zweitens der Zustand nachher, konkret und ohne Superlativ. Nicht mehr Erfolg, sondern was genau danach anders ist. Drittens der Grund, warum ausgerechnet du das beurteilen kannst. Ein Satz reicht, und er fehlt in neunzig Prozent der Texte im Netz. Viertens der Einwand, den du selbst hattest, offen ausgesprochen und beantwortet. Wer alle Einwände weglässt, wirkt wie Werbung. Wer einen ehrlich benennt, wirkt wie jemand, der es benutzt hat. Superlative ohne Beleg, künstliche Fristen, erfundene Verknappung und alles, was nach Einkommensversprechen klingt. Die ersten drei kosten Glaubwürdigkeit, das vierte ist in Deutschland auch rechtlich heikel, weil Werbeaussagen belegbar sein müssen. Ich bin damit nicht in einem Nachteil, im Gegenteil: In einem Umfeld, in dem alle laut sind, wirkt eine nüchterne Beschreibung mit einer offen genannten Schwäche überdurchschnittlich. Die Methode, die bei mir am meisten gebracht hat, kostet nichts: Nimm eine Verkaufsseite, die nachweislich funktioniert, und schreib sie von Hand ab. Nicht kopieren, abtippen. Dabei merkst du, wie oft der Satzrhythmus wechselt, an welcher Stelle ein Einwand abgeräumt wird und wie lange es dauert, bis überhaupt vom Produkt die Rede ist. Zwei Seiten abtippen bringt mehr als drei Bücher lesen. Ergänzend: die klassische Werbetexter-Literatur. Die ist Jahrzehnte alt und veraltet deutlich langsamer als alles, was zu Plattformen und Algorithmen geschrieben wird. Formate, in denen mehrmals pro Woche Fragen beantwortet werden, haben für Texte einen echten Vorteil: Rückmeldung zu deinem konkreten Text ist das, was ein aufgezeichneter Kurs nicht leisten kann. Wenn du so etwas in Erwägung ziehst, ist genau das die Frage, die du stellen solltest: Sieht sich dort jemand meinen Text an, und wer? Nimm deinen umsatzstärksten Beitrag und prüf ihn gegen die vier Punkte oben. In der Regel fehlen zwei davon. Ergänze sie und schau in vier Wochen auf die Zahlen. Woran arbeitet ihr eher, an mehr Beiträgen oder an besseren Texten? Ich vermute, die meisten sind bei Ersterem, ich war es lange. Danny Adams ist nach eigenen Angaben Gründer und Geschäftsführer eines Online-Marketing-Unternehmens und benennt als Schwerpunkte unter anderem das Skalieren von Anzeigen, Vertrieb und Werbetexten. Er betreibt außerdem eine Gemeinschaft für Unternehmer mit regelmäßigen Live-Terminen. Ich greife das Thema Werbetexten heraus, weil es der am meisten unterschätzte Hebel in unserem Geschäft ist. Ich hatte zwei Beiträge zu praktisch demselben Produkt, geschrieben im Abstand von einem Jahr. Der ältere hatte mehr Besucher und weniger als ein Drittel des Umsatzes. Am Produkt lag es nicht, am Programm auch nicht. Der Unterschied war der Text. Seitdem gilt bei mir: Bevor ich einen neuen Beitrag schreibe, überarbeite ich einen alten, der Besucher hat und nicht verkauft. Das bringt zuverlässig mehr als jeder zusätzliche Beitrag. Erstens der Zustand vorher, in den Worten des Lesers. Nicht deine Beschreibung des Problems, sondern seine. Genau deshalb lese ich vor jedem größeren Text eine Stunde in Foren und Kommentarspalten mit und notiere Formulierungen wörtlich. Zweitens der Zustand nachher, konkret und ohne Superlativ. Nicht mehr Erfolg, sondern was genau danach anders ist. Drittens der Grund, warum ausgerechnet du das beurteilen kannst. Ein Satz reicht, und er fehlt in neunzig Prozent der Texte im Netz. Viertens der Einwand, den du selbst hattest, offen ausgesprochen und beantwortet. Wer alle Einwände weglässt, wirkt wie Werbung. Wer einen ehrlich benennt, wirkt wie jemand, der es benutzt hat. Superlative ohne Beleg, künstliche Fristen, erfundene Verknappung und alles, was nach Einkommensversprechen klingt. Die ersten drei kosten Glaubwürdigkeit, das vierte ist in Deutschland auch rechtlich heikel, weil Werbeaussagen belegbar sein müssen. Ich bin damit nicht in einem Nachteil, im Gegenteil: In einem Umfeld, in dem alle laut sind, wirkt eine nüchterne Beschreibung mit einer offen genannten Schwäche überdurchschnittlich. Die Methode, die bei mir am meisten gebracht hat, kostet nichts: Nimm eine Verkaufsseite, die nachweislich funktioniert, und schreib sie von Hand ab. Nicht kopieren, abtippen. Dabei merkst du, wie oft der Satzrhythmus wechselt, an welcher Stelle ein Einwand abgeräumt wird und wie lange es dauert, bis überhaupt vom Produkt die Rede ist. Zwei Seiten abtippen bringt mehr als drei Bücher lesen. Ergänzend: die klassische Werbetexter-Literatur. Die ist Jahrzehnte alt und veraltet deutlich langsamer als alles, was zu Plattformen und Algorithmen geschrieben wird. Formate, in denen mehrmals pro Woche Fragen beantwortet werden, haben für Texte einen echten Vorteil: Rückmeldung zu deinem konkreten Text ist das, was ein aufgezeichneter Kurs nicht leisten kann. Wenn du so etwas in Erwägung ziehst, ist genau das die Frage, die du stellen solltest: Sieht sich dort jemand meinen Text an, und wer? Nimm deinen umsatzstärksten Beitrag und prüf ihn gegen die vier Punkte oben. In der Regel fehlen zwei davon. Ergänze sie und schau in vier Wochen auf die Zahlen. Woran arbeitet ihr eher, an mehr Beiträgen oder an besseren Texten? Ich vermute, die meisten sind bei Ersterem, ich war es lange.Werbetexten als Engpass: warum die meisten Angebote am Text scheitern, nicht am Produkt
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Die Beobachtung, die mich das gelehrt hat
Vier Dinge, die in jedem verkaufenden Text stehen müssen
Was ich weglasse
Wie man das lernt, ohne einen Kurs zu kaufen
Der Punkt zu Gemeinschaften mit Live-Terminen
Die Übung für diese Woche
Die Beobachtung, die mich das gelehrt hat
Vier Dinge, die in jedem verkaufenden Text stehen müssen
Was ich weglasse
Wie man das lernt, ohne einen Kurs zu kaufen
Der Punkt zu Gemeinschaften mit Live-Terminen
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#1 · 30. Juli 2026, 21:20