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Zielseiten-Baukästen: wann sich ein eigenes Werkzeug lohnt und wann die eigene Seite reicht

Hinter Fastlane Marketing steht nach öffentlich zugänglichen Angaben Marcel Knopf als Gründer und Geschäftsführer. Das Unternehmen arbeitet im Bereich Performance-Marketing und Conversion-Optimierung, und aus diesem Umfeld stammt auch eine Plattform für Zielseiten. Ich mache das Board mit einer Frage auf, die sich fast jeder hier irgendwann stellt: Brauche ich für Zielseiten ein eigenes Werkzeug?

Was eine Zielseite von einer normalen Seite unterscheidet

Eine Zielseite hat genau ein Ziel und blendet alles andere aus: keine Navigation, keine Seitenleiste, keine weiterführenden Links, keine Ablenkung. Genau das ist der Punkt, an dem die meisten scheitern, die ihre Zielseiten im normalen Seitensystem bauen. Sie behalten das Menü oben, weil es das Design so vorsieht, und schicken damit einen Teil ihrer Besucher wieder weg.

Bevor du über Werkzeuge nachdenkst, prüf deshalb, ob deine bestehenden Seiten diese eine Regel einhalten. Bei mir war es die wirksamste Einzeländerung überhaupt, und sie hat nichts gekostet.

Wann die eigene Seite ausreicht

Wenn du wenige Zielseiten hast, sie selten änderst und ohnehin ein System betreibst, in dem du Seiten bauen kannst, brauchst du kein zusätzliches Werkzeug. Eine Vorlage ohne Menü, ein Formular, fertig. Wer für zwei Seiten im Jahr ein Monatsabo bezahlt, verbrennt Geld.

Wann sich ein eigenes Werkzeug rechnet

Drei Fälle. Erstens: wenn du regelmäßig Varianten gegeneinander testest. Werkzeuge für Zielseiten haben das eingebaut, im eigenen System ist es Bastelei. Zweitens: wenn du viele Seiten baust, etwa pro Produkt oder pro Kampagne, und Geschwindigkeit zählt. Drittens: wenn du bezahlte Werbung schaltest, denn dort entscheidet die Ladezeit über den Klickpreis, und spezialisierte Werkzeuge liefern in der Regel schlankere Seiten als ein Baukasten in einem großen System.

Worauf ich bei der Auswahl achte

Ladezeit auf dem Telefon, gemessen an einer echten fertigen Seite und nicht in der Vorschau. Ob eigene Domain möglich ist, denn eine Zielseite unter fremder Adresse wirkt weniger vertrauenswürdig und nutzt deiner Seite nichts. Ob du Impressum und Datenschutzerklärung sauber einbinden kannst, was Pflicht ist. Und ob die Daten aus dem Formular dort landen, wo du sie brauchst, ohne Handarbeit.

Der Punkt mit dem Export gilt auch hier: Was passiert mit deinen Seiten, wenn du kündigst? In der Regel sind sie weg. Deshalb baue ich alles, was langfristig gefunden werden soll, im eigenen System, und nur kurzlebige Kampagnenseiten im Werkzeug.

Der Test, der mehr bringt als jeder Vergleich

Bau dieselbe Zielseite einmal in deinem System und einmal im Werkzeug und miss beide. Wenn der Unterschied bei Ladezeit und Bauzeit gering ist, brauchst du das Werkzeug nicht. Bei mir war der Unterschied bei der Bauzeit erheblich und bei der Ladezeit kleiner als erwartet.

Und der wichtigste Punkt

Kein Werkzeug rettet ein schwaches Angebot. Ich habe Zielseiten mit hässlichem Standarddesign gesehen, die gut liefen, und makellos gestaltete, die nichts brachten. Die Reihenfolge ist immer: erst das Angebot, dann der Text, dann die Gestaltung, dann das Werkzeug. Wer bei Punkt vier anfängt, optimiert am falschen Ende.

Die Pflichtangaben gehören auch auf die Zielseite

Ein Fehler, den ich oft sehe: Zielseiten ohne Impressum und ohne Datenschutzerklärung, weil sie ja nur für eine Kampagne gedacht sind. Das ist genau falsch herum gedacht, denn gerade bezahlt beworbene Seiten werden geprüft, sowohl von Aufsichtsstellen als auch von den Werbeplattformen selbst. Eine fehlende Datenschutzerklärung ist außerdem einer der häufigsten Ablehnungsgründe für Anzeigen. Beide Links gehören sichtbar in die Fußzeile, auch wenn sie das Design stören.

Womit baut ihr eure Zielseiten, und hat jemand tatsächlich gemessen, was der Wechsel gebracht hat?