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CJ Affiliate aus dem deutschsprachigen Raum heraus nutzen: worauf ich achte

CJ Affiliate ist eins der ältesten und größten Netzwerke überhaupt, kommt aber aus den USA, und das merkt man an vielen Stellen. Ich arbeite seit einer Weile damit und will hier mal sammeln, was für uns im deutschsprachigen Raum relevant ist, damit dieses Board nicht länger leer bleibt.

Der Vorteil: Advertiser, die es hier sonst nicht gibt

Der eigentliche Grund, warum sich der Aufwand für mich lohnt, ist die Auswahl. Viele internationale Software-Anbieter, Reiseportale und größere Marken laufen dort und sind über die hiesigen Netzwerke gar nicht buchbar. Wenn deine Inhalte englischsprachigen oder zumindest international interessierten Traffic haben, liegt da echtes Geld. Wenn dein Publikum dagegen zu hundert Prozent regional kauft, bist du bei einem Netzwerk mit Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum meistens besser aufgehoben.

Das Profil ist die halbe Miete

Die Aufnahme ins Netzwerk selbst ist unkompliziert, die Aufnahme in die einzelnen Programme dagegen nicht. Große Advertiser sortieren streng vor. Was bei mir geholfen hat: das Publisher-Profil vollständig ausfüllen, also Themenschwerpunkte, monatliche Reichweite, Traffic-Quellen und Werbeformen realistisch angeben. Wer dort leere Felder stehen lässt, wird häufig automatisch abgelehnt, ohne dass ein Mensch draufgeschaut hat.

Ein zweiter Punkt, den ich unterschätzt hatte: Man kann sich aktiv bei Advertisern melden. Es gibt Kontaktmöglichkeiten zum Programm-Management, und eine kurze, sachliche Nachricht mit Link zu einem passenden Beitrag wirkt oft besser als das reine Bewerbungsformular. Bei zwei Programmen bin ich so nachträglich noch reingekommen.

Inaktivität kann teuer werden

Das ist der Punkt, der Einsteiger am häufigsten kalt erwischt: Bei vielen internationalen Netzwerken ist ein Konto, das über längere Zeit gar keine Umsätze produziert, nicht einfach nur ruhend. Es kann mit Gebühren belegt oder deaktiviert werden. Lies dir die aktuellen Nutzungsbedingungen dazu durch, bevor du dich anmeldest und dann ein halbes Jahr nichts machst. Meine Empfehlung: erst anmelden, wenn du auch wirklich Inhalte hast, auf denen die Links landen sollen.

Produktdaten und Reporting

Zwei Werkzeuge nutze ich regelmäßig. Zum einen die Produktdatenfeeds, mit denen sich Vergleichstabellen und Preisangaben halbwegs aktuell halten lassen, statt jeden Preis von Hand nachzupflegen. Zum anderen das Reporting mit eigenen Kennungen pro Platzierung. Wenn du in einem Beitrag drei Links setzt und alle dieselbe Kennung haben, weißt du hinterher nicht, welcher davon verkauft. Mit sauber vergebenen Kennungen siehst du nach vier Wochen genau, ob der Link im ersten Absatz, der in der Tabelle oder der im Fazit funktioniert. Bei mir war es fast immer die Tabelle, was ich vorher anders vermutet hätte.

Währung, Steuern, Auszahlung

Abgerechnet wird international, und das bringt drei praktische Fragen mit sich: In welcher Währung wird ausgezahlt, welche Gebühren fallen beim Umtausch an, und welche steuerlichen Angaben verlangt das Netzwerk von dir? Das sind Punkte, die man einmal sauber klärt, am besten mit der Steuerberatung, und danach nie wieder anfassen muss. Wer sie ignoriert, ärgert sich spätestens bei der ersten Auszahlung.

Mein Fazit nach dem ersten Jahr

Ich würde CJ niemandem als erstes Netzwerk empfehlen, der gerade seine erste Seite gebaut hat. Die Hürden sind höher und die Oberfläche ist sperriger als bei den kleineren Anbietern. Sobald du aber weißt, welche Inhalte bei dir konvertieren, und internationale Angebote dazu passen, lohnt sich der Aufwand, weil dort Programme liegen, um die sich hier kaum jemand bemüht.

Arbeitet hier jemand mit internationalen Programmen und deutschsprachigem Publikum? Mich würde interessieren, ob ihr die Landingpages auf Englisch lasst oder ob ihr nur Advertiser nehmt, die eine deutschsprachige Seite anbieten.