Ich mache das Board mit etwas auf, das mir an diesem Werdegang aufgefallen ist und das für Einsteiger nützlicher ist als jede Umsatzzahl. Mario Schneider gehört nach öffentlichen Angaben zu den früheren deutschsprachigen Internetmarketern, hat mit sechzehn mit Affiliate-Marketing begonnen und veröffentlichte als Schüler ein E-Book zu einem Thema, das mit Marketing nichts zu tun hatte: Babyschlaf. Sein erstes Infoprodukt zum Thema Internetmarketing kam später, 2009. Fast alle, die heute anfangen, machen es andersherum. Sie beschäftigen sich mit Onlinemarketing und wollen dann Onlinemarketing verkaufen. Das ist die überfüllteste Nische überhaupt, und man startet dort gegen Leute mit fünfzehn Jahren Vorsprung. Ein Produkt zu einem Alltagsproblem wie Schlafen, Erziehung, Gesundheit oder Haushalt hat dagegen zwei Vorteile. Erstens ist die Zielgruppe riesig und leidet echt, das heißt sie sucht aktiv. Zweitens muss man dort niemandem beweisen, dass man erfolgreich ist. Es reicht, das Problem gelöst zu haben. Meine Prüffrage lautet inzwischen nicht mehr, in welcher Nische man am meisten verdient, sondern: Zu welchem Thema habe ich schon einmal drei Nächte lang recherchiert, weil ich selbst betroffen war? Genau da liegt in der Regel Substanz, weil man die Sprache der Betroffenen kennt und die Umwege, die sie machen. Der zweite Filter: Gibt es zu diesem Thema Produkte über zwanzig Euro? Bei Elternthemen, Gesundheit im Alltag, Haustieren und Heimwerken ist die Antwort oft ja, und die Konkurrenz ist ein Bruchteil dessen, was man im Marketingbereich vorfindet. In Alltagsnischen ist die Zahlungsbereitschaft für Informationen niedriger als bei geschäftlichen Themen. Niemand zahlt tausend Euro für einen Kurs über Babyschlaf, aber viele zahlen zwanzig. Das heißt: andere Rechnung, andere Preislage, andere Menge. Wer eine Nische mit wenigen teuren Verkäufen sucht, ist im geschäftlichen Bereich richtig. Wer viele kleine Verkäufe will, in Alltagsthemen. Zweiter Punkt, und der ist ernst: In gesundheitsnahen Themen gelten strenge Regeln für Werbeaussagen. Alles, was nach Heilung, Linderung oder Diagnose klingt, ist heikel. Ich formuliere in solchen Bereichen konsequent als eigene Erfahrung und verweise ausdrücklich auf Fachleute. Ehrlichkeitshalber gehört dazu: Wer 2009 ein E-Book veröffentlicht hat, konkurrierte mit einer Handvoll Anbietern. Heute ist jede Alltagsnische bereits von Portalen, Foren und Videokanälen besetzt. Der Vorteil von damals lässt sich nicht wiederholen. Was sich wiederholen lässt, ist die Grundidee: ein echtes Problem außerhalb der Marketingblase suchen, statt Marketing an Marketer zu verkaufen. Nimm ein Thema, bei dem du selbst betroffen warst, und schreib die zehn Fragen auf, die du damals hattest. Prüf für jede, was die aktuellen Suchergebnisse dazu liefern. In der Regel findest du zwei oder drei, bei denen die vorhandenen Antworten oberflächlich sind. Das sind deine ersten Beiträge, und sie sind besser als alles, was du dir am Schreibtisch ausdenken kannst. Ein Vorteil, der selten genannt wird: Themen wie Schlaf, Ernährung, Haustiere oder Heimwerken verschwinden nicht. Ein Beitrag dazu wird in fünf Jahren noch gesucht, während im Marketingbereich die halbe Sprache veraltet, weil sich Plattformen und Werkzeuge ändern. Wer möglichst lange von einmal geschriebenen Inhalten leben will, ist außerhalb der Marketingblase deutlich besser aufgehoben. In welcher Nische seid ihr unterwegs, im Marketingbereich oder außerhalb? Mich interessiert, ob die Leute außerhalb der Blase auf niedrigere Preise, aber stabilere Verkäufe kommen. Ich mache das Board mit etwas auf, das mir an diesem Werdegang aufgefallen ist und das für Einsteiger nützlicher ist als jede Umsatzzahl. Mario Schneider gehört nach öffentlichen Angaben zu den früheren deutschsprachigen Internetmarketern, hat mit sechzehn mit Affiliate-Marketing begonnen und veröffentlichte als Schüler ein E-Book zu einem Thema, das mit Marketing nichts zu tun hatte: Babyschlaf. Sein erstes Infoprodukt zum Thema Internetmarketing kam später, 2009. Fast alle, die heute anfangen, machen es andersherum. Sie beschäftigen sich mit Onlinemarketing und wollen dann Onlinemarketing verkaufen. Das ist die überfüllteste Nische überhaupt, und man startet dort gegen Leute mit fünfzehn Jahren Vorsprung. Ein Produkt zu einem Alltagsproblem wie Schlafen, Erziehung, Gesundheit oder Haushalt hat dagegen zwei Vorteile. Erstens ist die Zielgruppe riesig und leidet echt, das heißt sie sucht aktiv. Zweitens muss man dort niemandem beweisen, dass man erfolgreich ist. Es reicht, das Problem gelöst zu haben. Meine Prüffrage lautet inzwischen nicht mehr, in welcher Nische man am meisten verdient, sondern: Zu welchem Thema habe ich schon einmal drei Nächte lang recherchiert, weil ich selbst betroffen war? Genau da liegt in der Regel Substanz, weil man die Sprache der Betroffenen kennt und die Umwege, die sie machen. Der zweite Filter: Gibt es zu diesem Thema Produkte über zwanzig Euro? Bei Elternthemen, Gesundheit im Alltag, Haustieren und Heimwerken ist die Antwort oft ja, und die Konkurrenz ist ein Bruchteil dessen, was man im Marketingbereich vorfindet. In Alltagsnischen ist die Zahlungsbereitschaft für Informationen niedriger als bei geschäftlichen Themen. Niemand zahlt tausend Euro für einen Kurs über Babyschlaf, aber viele zahlen zwanzig. Das heißt: andere Rechnung, andere Preislage, andere Menge. Wer eine Nische mit wenigen teuren Verkäufen sucht, ist im geschäftlichen Bereich richtig. Wer viele kleine Verkäufe will, in Alltagsthemen. Zweiter Punkt, und der ist ernst: In gesundheitsnahen Themen gelten strenge Regeln für Werbeaussagen. Alles, was nach Heilung, Linderung oder Diagnose klingt, ist heikel. Ich formuliere in solchen Bereichen konsequent als eigene Erfahrung und verweise ausdrücklich auf Fachleute. Ehrlichkeitshalber gehört dazu: Wer 2009 ein E-Book veröffentlicht hat, konkurrierte mit einer Handvoll Anbietern. Heute ist jede Alltagsnische bereits von Portalen, Foren und Videokanälen besetzt. Der Vorteil von damals lässt sich nicht wiederholen. Was sich wiederholen lässt, ist die Grundidee: ein echtes Problem außerhalb der Marketingblase suchen, statt Marketing an Marketer zu verkaufen. Nimm ein Thema, bei dem du selbst betroffen warst, und schreib die zehn Fragen auf, die du damals hattest. Prüf für jede, was die aktuellen Suchergebnisse dazu liefern. In der Regel findest du zwei oder drei, bei denen die vorhandenen Antworten oberflächlich sind. Das sind deine ersten Beiträge, und sie sind besser als alles, was du dir am Schreibtisch ausdenken kannst. Ein Vorteil, der selten genannt wird: Themen wie Schlaf, Ernährung, Haustiere oder Heimwerken verschwinden nicht. Ein Beitrag dazu wird in fünf Jahren noch gesucht, während im Marketingbereich die halbe Sprache veraltet, weil sich Plattformen und Werkzeuge ändern. Wer möglichst lange von einmal geschriebenen Inhalten leben will, ist außerhalb der Marketingblase deutlich besser aufgehoben. In welcher Nische seid ihr unterwegs, im Marketingbereich oder außerhalb? Mich interessiert, ob die Leute außerhalb der Blase auf niedrigere Preise, aber stabilere Verkäufe kommen.Früh angefangen, Nische statt Marketing: eine Beobachtung zum Werdegang von Mario Schneider
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Warum die Reihenfolge bemerkenswert ist
Was ich daraus für die eigene Nischenwahl mitnehme
Der Nachteil, den man kennen sollte
Was heute anders ist als damals
Ein praktischer Einstieg
Warum Alltagsnischen länger halten
Warum die Reihenfolge bemerkenswert ist
Was ich daraus für die eigene Nischenwahl mitnehme
Der Nachteil, den man kennen sollte
Was heute anders ist als damals
Ein praktischer Einstieg
Warum Alltagsnischen länger halten
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#1 · 28. Juli 2026, 13:20