Ich mache das Board mal auf, weil ich solche Portale seit Jahren lese, aber anders benutze, als sie gedacht sind. Gründer.de wird von der Digital Business Pioneers GmbH betrieben und mischt kostenlose Fachartikel mit kostenpflichtigen Webinaren, E-Books und Mitgliederangeboten. Genau diese Mischung macht sie für uns interessant, und zwar in beide Richtungen. Solche Portale veröffentlichen fortlaufend zu Themen, die Gründer tatsächlich beschäftigen: Rechtsform, Buchhaltung, Förderungen, erste Kunden, Werkzeuge. Wenn du eine Nischenseite für Selbstständige betreibst, siehst du an deren Themenplan sehr gut, wonach gerade gesucht wird, und zwar Wochen bevor es in den üblichen Suchbegriffs-Werkzeugen sichtbar wird. Ich schaue mir dabei weniger die Artikel an als die Reihenfolge: Was wird wiederholt aufgegriffen, was verschwindet nach einem Versuch wieder. Der eigentliche Lerneffekt liegt für mich im Aufbau. Kostenlose Fachartikel bringen Besucher über die Suche, ein Teil davon geht in den Verteiler, aus dem Verteiler werden Teilnehmer für Webinare, und dort wird verkauft. Das ist exakt das Modell, das viele von uns bauen wollen, nur professioneller gemacht. Wer wissen will, wie ein Trichter mit redaktionellem Vorbau aussieht, muss keinen Kurs kaufen, sondern kann sich zwei Wochen lang in so einen Verteiler eintragen und mitschreiben, was wann kommt. Ich habe genau das gemacht und daraus drei Dinge übernommen: dass der erste Kontakt nach der Anmeldung sofort etwas Nutzbares liefert, dass Webinartermine mehrfach und mit unterschiedlichen Aufhängern beworben werden, und dass zwischen Verkaufsnachrichten immer wieder reine Fachbeiträge stehen. Nichts davon ist ein Geheimnis, aber es einmal an einem funktionierenden Beispiel zu sehen ist etwas anderes, als es in einer Anleitung zu lesen. Die kostenpflichtigen Angebote solcher Portale sind meist Einstiegsprodukte für Leute, die gerade erst anfangen. Wenn du schon eine Weile dabei bist, findest du dort selten Neues. Ich kaufe deshalb nichts blind, sondern schaue mir vorher an, wer das jeweilige Angebot inhaltlich verantwortet und ob diese Person zu dem Thema sonst etwas Substanzielles veröffentlicht hat. Ein Portal ist eine Marke, kein Fachautor. Solche Seiten finanzieren sich unter anderem über Provisionslinks. Das heißt für uns zweierlei. Erstens sind sie in vielen Suchergebnissen unsere direkten Wettbewerber, und zwar mit einem redaktionellen Team und einer starken Domain im Rücken. Gegen sie auf breite Begriffe anzutreten ist aussichtslos. Zweitens zeigen sie sehr genau, welche Themen sich monetarisieren lassen, weil sie es sich nicht leisten, an unrentablen Themen zu arbeiten. Meine Konsequenz: Ich schaue mir an, welche Werkzeuge und Programme dort empfohlen werden, und gehe dann eine Ebene tiefer. Wenn ein Portal einen allgemeinen Überblick über Buchhaltungssoftware hat, schreibe ich über die Frage, wie sich eine bestimmte Software für einen bestimmten Fall verhält. Dort haben große Portale keine Zeit für, und genau dort ist unsere Chance. Wenn du auf ein Webinar oder Event solcher Anbieter gehst, nimm dir vor, drei konkrete Dinge mitzuschreiben, die du umsetzen willst, und melde dich hinterher bei zwei Menschen, die du dort kennengelernt hast. Alles andere verpufft. Ich habe aus einer einzigen Veranstaltung mehr mitgenommen als aus zwei Kursen, weil daraus eine Zusammenarbeit entstanden ist, und aus zehn anderen Veranstaltungen genau nichts, weil ich nur zugehört habe. Nutzt ihr solche Portale eher als Leser oder als Wettbewerbsbeobachtung? Mich interessiert, ob jemand daraus schon konkrete Themenlücken abgeleitet hat. Ich mache das Board mal auf, weil ich solche Portale seit Jahren lese, aber anders benutze, als sie gedacht sind. Gründer.de wird von der Digital Business Pioneers GmbH betrieben und mischt kostenlose Fachartikel mit kostenpflichtigen Webinaren, E-Books und Mitgliederangeboten. Genau diese Mischung macht sie für uns interessant, und zwar in beide Richtungen. Solche Portale veröffentlichen fortlaufend zu Themen, die Gründer tatsächlich beschäftigen: Rechtsform, Buchhaltung, Förderungen, erste Kunden, Werkzeuge. Wenn du eine Nischenseite für Selbstständige betreibst, siehst du an deren Themenplan sehr gut, wonach gerade gesucht wird, und zwar Wochen bevor es in den üblichen Suchbegriffs-Werkzeugen sichtbar wird. Ich schaue mir dabei weniger die Artikel an als die Reihenfolge: Was wird wiederholt aufgegriffen, was verschwindet nach einem Versuch wieder. Der eigentliche Lerneffekt liegt für mich im Aufbau. Kostenlose Fachartikel bringen Besucher über die Suche, ein Teil davon geht in den Verteiler, aus dem Verteiler werden Teilnehmer für Webinare, und dort wird verkauft. Das ist exakt das Modell, das viele von uns bauen wollen, nur professioneller gemacht. Wer wissen will, wie ein Trichter mit redaktionellem Vorbau aussieht, muss keinen Kurs kaufen, sondern kann sich zwei Wochen lang in so einen Verteiler eintragen und mitschreiben, was wann kommt. Ich habe genau das gemacht und daraus drei Dinge übernommen: dass der erste Kontakt nach der Anmeldung sofort etwas Nutzbares liefert, dass Webinartermine mehrfach und mit unterschiedlichen Aufhängern beworben werden, und dass zwischen Verkaufsnachrichten immer wieder reine Fachbeiträge stehen. Nichts davon ist ein Geheimnis, aber es einmal an einem funktionierenden Beispiel zu sehen ist etwas anderes, als es in einer Anleitung zu lesen. Die kostenpflichtigen Angebote solcher Portale sind meist Einstiegsprodukte für Leute, die gerade erst anfangen. Wenn du schon eine Weile dabei bist, findest du dort selten Neues. Ich kaufe deshalb nichts blind, sondern schaue mir vorher an, wer das jeweilige Angebot inhaltlich verantwortet und ob diese Person zu dem Thema sonst etwas Substanzielles veröffentlicht hat. Ein Portal ist eine Marke, kein Fachautor. Solche Seiten finanzieren sich unter anderem über Provisionslinks. Das heißt für uns zweierlei. Erstens sind sie in vielen Suchergebnissen unsere direkten Wettbewerber, und zwar mit einem redaktionellen Team und einer starken Domain im Rücken. Gegen sie auf breite Begriffe anzutreten ist aussichtslos. Zweitens zeigen sie sehr genau, welche Themen sich monetarisieren lassen, weil sie es sich nicht leisten, an unrentablen Themen zu arbeiten. Meine Konsequenz: Ich schaue mir an, welche Werkzeuge und Programme dort empfohlen werden, und gehe dann eine Ebene tiefer. Wenn ein Portal einen allgemeinen Überblick über Buchhaltungssoftware hat, schreibe ich über die Frage, wie sich eine bestimmte Software für einen bestimmten Fall verhält. Dort haben große Portale keine Zeit für, und genau dort ist unsere Chance. Wenn du auf ein Webinar oder Event solcher Anbieter gehst, nimm dir vor, drei konkrete Dinge mitzuschreiben, die du umsetzen willst, und melde dich hinterher bei zwei Menschen, die du dort kennengelernt hast. Alles andere verpufft. Ich habe aus einer einzigen Veranstaltung mehr mitgenommen als aus zwei Kursen, weil daraus eine Zusammenarbeit entstanden ist, und aus zehn anderen Veranstaltungen genau nichts, weil ich nur zugehört habe. Nutzt ihr solche Portale eher als Leser oder als Wettbewerbsbeobachtung? Mich interessiert, ob jemand daraus schon konkrete Themenlücken abgeleitet hat.Gründerportale als Themenquelle nutzen, ohne ihre Produkte zu kaufen
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#1 · 27. Juli 2026, 08:55