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Sechs Handgriffe, mit denen ich aus denselben Klicks mehr Provision hole

Hier eine Sammlung von Dingen, die nichts kosten und trotzdem einen messbaren Unterschied machen, wenn man mit digitalen Produkten über eine Verkaufsplattform arbeitet. Alles Sachen, die ich mir mühsam angeeignet habe, statt sie irgendwo gelesen zu haben.

1. Für jede Platzierung eine eigene Kennung

An den Partnerlink lässt sich in der Regel ein frei wählbarer Wert anhängen, der im Bericht wieder auftaucht. Ich vergebe den konsequent nach dem Muster Kanal und Platzierung, also etwa Newsletter und Position im Text. Nach vier Wochen sehe ich damit exakt, welcher der vier Links in meinem Vergleichsbeitrag verkauft. Bei mir war es fast nie der, den ich vermutet hätte. Ohne diese Kennung optimierst du nach Gefühl.

2. Den kompletten Verkaufsprozess selbst durchlaufen

Bevor ich etwas bewerbe, gehe ich den Weg bis zur Zahlungsmaske durch und schaue mir an, was nach dem Kauf noch angeboten wird. Zwei Gründe: Erstens weiß ich dann, was mein Leser erlebt, und kann es im Beitrag beschreiben. Zweitens sehe ich, an welchen Zusatzangeboten ich beteiligt bin. Es gibt Produkte, deren Grundpreis mager aussieht und die sich erst über die Folgeangebote rechnen, und umgekehrt.

3. Nach einer Erhöhung fragen, wenn Zahlen da sind

Die im Marktplatz angezeigte Provision ist ein Standardwert. Sobald du über mehrere Wochen verlässlich verkaufst, ist eine sachliche Anfrage beim Anbieter völlig üblich. Formuliere sie mit Zahlen, also wie viele Verkäufe in welchem Zeitraum bei welcher Rückgabequote, und mit einem konkreten Vorschlag. Ich habe damit gemischte Erfahrungen, aber die Zusagen waren jeden Versuch wert.

4. Warenkorb-Einstellungen des Anbieters prüfen

Wie der Bestellprozess gestaltet ist, entscheidet massiv über die Abschlussquote, und darauf hast du keinen Einfluss. Prüf, ob es unnötige Pflichtfelder gibt, ob die üblichen Zahlarten angeboten werden und ob der Prozess auf dem Telefon funktioniert. Ein Produkt mit hoher Provision und schlechtem Bestellprozess bringt weniger als eins mit niedriger Provision und sauberem Ablauf. Diesen Test macht kaum jemand, und er dauert drei Minuten.

5. Ablaufende Produkte im Blick behalten

Anbieter stellen Produkte ein, ändern Preise oder schalten Programme ab. Wenn du das nicht mitbekommst, zeigen deine besten Beiträge monatelang auf eine Fehlerseite. Ich prüfe deshalb einmal im Quartal alle Ziel-Links automatisiert auf ihren Statuscode. Das ist zehn Minuten Arbeit und hat mir schon mehrfach still verlorenen Umsatz gerettet.

6. Rückgabequote als Auswahlkriterium ernst nehmen

Ich frage bei Anbietern inzwischen direkt nach der Rückgabequote ihres Produkts. Wer sie offen nennt, hat meistens nichts zu verbergen. Wer ausweicht, sagt mir damit auch etwas. Für die eigene Planung gilt: Rechne mit dem Betrag nach Rückgaben, nicht mit dem Bruttoumsatz, sonst planst du dauerhaft mit Geld, das wieder abgezogen wird.

Was ich zusätzlich empfehle

Führ eine einfache Tabelle mit allen aktiven Produkten: Anbieter, Provisionssatz, Rückgabequote, letzter geprüfter Link, Datum. Nach einem halben Jahr ist das die wertvollste Datei in deinem Ordner, weil du daraus sofort siehst, welche zwei oder drei Produkte den Großteil tragen und wo du nur Zeit verbrennst.

Ein letzter Punkt, der oft vergessen wird: Prüf, welche Zahlungsarten der Anbieter freigeschaltet hat. Ein Angebot ohne Rechnungskauf oder ohne Ratenzahlung verliert bei höherpreisigen Produkten spürbar Abschlüsse, und das kannst du als Affiliate nicht ausgleichen, egal wie gut dein Text ist. Bei zwei Produkten mit ähnlichem Inhalt entscheide ich mich inzwischen nach diesem Kriterium, nicht nach der Provisionshöhe.

Was ist euer wirksamster Handgriff in diesem Bereich? Mich interessieren besonders Kleinigkeiten, die auf den ersten Blick unwichtig aussehen.