Dirk Kreuter ist im deutschsprachigen Raum vor allem als Verkaufstrainer bekannt. Sein bekanntestes Format ist nach eigenen Angaben die zweitägige Vertriebsoffensive, dazu kommen weitere Veranstaltungen, Trainings und Bücher, unter anderem ein Titel, der zeitweise als Gratis-plus-Versand-Angebot vertrieben wird. Vermarktet wird das über einen Verlag in Bochum. Ich nutze das Board für die Frage, was davon für uns überhaupt relevant ist, denn auf den ersten Blick hat klassischer Vertrieb mit Affiliate-Marketing wenig zu tun. Ich dachte, Verkaufen sei etwas für Leute mit Telefon und Terminkalender, und mein Geschäft laufe ja über Texte. Das stimmt technisch und ist inhaltlich falsch. Ein Vergleichsbeitrag ist ein Verkaufsgespräch, nur ohne Rückfragen. Und weil es keine Rückfragen gibt, muss der Text alle Einwände von allein abräumen. Genau dafür ist das klassische Vertriebshandwerk brauchbar, denn dort ist seit Jahrzehnten aufgeschrieben, welche Einwände es überhaupt gibt. Kein Bedarf, kein Geld, keine Eile, kein Vertrauen. Wenn ich einen Beitrag fertig habe, gehe ich ihn genau daraufhin durch. Steht drin, für wen das Produkt ist und für wen nicht? Steht drin, was es kostet, ohne dass man suchen muss? Gibt es einen nachvollziehbaren Grund, sich jetzt damit zu beschäftigen, ohne dass ich künstlichen Druck aufbaue? Und ist erkennbar, warum ich das beurteilen kann? Der letzte Punkt ist der, den die meisten Beiträge im Netz komplett auslassen. Ein Satz dazu, worauf die eigene Einschätzung beruht, ändert die Wirkung eines ganzen Textes. Im klassischen Vertrieb ist bekannt, dass die wenigsten Abschlüsse beim ersten Kontakt entstehen. In unserem Geschäft wird das ständig ignoriert: Ein Besucher liest einen Beitrag, klickt nicht, und ist weg. Deshalb halte ich eine E-Mail-Liste für den wichtigsten Baustein überhaupt. Sie ist nichts anderes als die Möglichkeit nachzufassen, und sie ist der einzige Grund, warum aus einem Erstkontakt später etwas werden kann. Großveranstaltungen erzeugen Stimmung, und Stimmung führt zu Entscheidungen, die man am nächsten Dienstag anders träfe. Wer auf eine solche Veranstaltung geht, sollte sich vorher ein Budget setzen und die Regel aufstellen, vor Ort nichts zu unterschreiben. Das ist keine Kritik an einem bestimmten Anbieter, das gilt für jedes Format, das mit hunderten Menschen in einem Saal arbeitet. Was ich für sinnvoll halte, ist die Nachbereitung. Drei konkrete Dinge mitnehmen, sie in der Woche danach umsetzen, und den Rest bewusst liegen lassen. Wer mit fünfzig Ideen rauskommt, setzt keine um. Das Modell begegnet einem in diesem Umfeld häufig, und es lohnt sich, es zu verstehen: Das Buch ist nicht das Produkt, sondern die Gewinnung eines Kontakts, der anschließend über eine Strecke weiter betreut wird. Wer selbst so etwas plant, sollte durchrechnen, was ein Kontakt kosten darf, und wer als Affiliate so etwas bewirbt, sollte seinen Lesern sagen, dass danach regelmäßig Post kommt. Beides ist kein Vorwurf, sondern nur die ehrliche Beschreibung des Modells. Nutzt jemand von euch klassische Vertriebsliteratur für seine Texte? Und geht ihr auf Großveranstaltungen, oder haltet ihr das für vergeudete Zeit? Dirk Kreuter ist im deutschsprachigen Raum vor allem als Verkaufstrainer bekannt. Sein bekanntestes Format ist nach eigenen Angaben die zweitägige Vertriebsoffensive, dazu kommen weitere Veranstaltungen, Trainings und Bücher, unter anderem ein Titel, der zeitweise als Gratis-plus-Versand-Angebot vertrieben wird. Vermarktet wird das über einen Verlag in Bochum. Ich nutze das Board für die Frage, was davon für uns überhaupt relevant ist, denn auf den ersten Blick hat klassischer Vertrieb mit Affiliate-Marketing wenig zu tun. Ich dachte, Verkaufen sei etwas für Leute mit Telefon und Terminkalender, und mein Geschäft laufe ja über Texte. Das stimmt technisch und ist inhaltlich falsch. Ein Vergleichsbeitrag ist ein Verkaufsgespräch, nur ohne Rückfragen. Und weil es keine Rückfragen gibt, muss der Text alle Einwände von allein abräumen. Genau dafür ist das klassische Vertriebshandwerk brauchbar, denn dort ist seit Jahrzehnten aufgeschrieben, welche Einwände es überhaupt gibt. Kein Bedarf, kein Geld, keine Eile, kein Vertrauen. Wenn ich einen Beitrag fertig habe, gehe ich ihn genau daraufhin durch. Steht drin, für wen das Produkt ist und für wen nicht? Steht drin, was es kostet, ohne dass man suchen muss? Gibt es einen nachvollziehbaren Grund, sich jetzt damit zu beschäftigen, ohne dass ich künstlichen Druck aufbaue? Und ist erkennbar, warum ich das beurteilen kann? Der letzte Punkt ist der, den die meisten Beiträge im Netz komplett auslassen. Ein Satz dazu, worauf die eigene Einschätzung beruht, ändert die Wirkung eines ganzen Textes. Im klassischen Vertrieb ist bekannt, dass die wenigsten Abschlüsse beim ersten Kontakt entstehen. In unserem Geschäft wird das ständig ignoriert: Ein Besucher liest einen Beitrag, klickt nicht, und ist weg. Deshalb halte ich eine E-Mail-Liste für den wichtigsten Baustein überhaupt. Sie ist nichts anderes als die Möglichkeit nachzufassen, und sie ist der einzige Grund, warum aus einem Erstkontakt später etwas werden kann. Großveranstaltungen erzeugen Stimmung, und Stimmung führt zu Entscheidungen, die man am nächsten Dienstag anders träfe. Wer auf eine solche Veranstaltung geht, sollte sich vorher ein Budget setzen und die Regel aufstellen, vor Ort nichts zu unterschreiben. Das ist keine Kritik an einem bestimmten Anbieter, das gilt für jedes Format, das mit hunderten Menschen in einem Saal arbeitet. Was ich für sinnvoll halte, ist die Nachbereitung. Drei konkrete Dinge mitnehmen, sie in der Woche danach umsetzen, und den Rest bewusst liegen lassen. Wer mit fünfzig Ideen rauskommt, setzt keine um. Das Modell begegnet einem in diesem Umfeld häufig, und es lohnt sich, es zu verstehen: Das Buch ist nicht das Produkt, sondern die Gewinnung eines Kontakts, der anschließend über eine Strecke weiter betreut wird. Wer selbst so etwas plant, sollte durchrechnen, was ein Kontakt kosten darf, und wer als Affiliate so etwas bewirbt, sollte seinen Lesern sagen, dass danach regelmäßig Post kommt. Beides ist kein Vorwurf, sondern nur die ehrliche Beschreibung des Modells. Nutzt jemand von euch klassische Vertriebsliteratur für seine Texte? Und geht ihr auf Großveranstaltungen, oder haltet ihr das für vergeudete Zeit?Vertriebshandwerk für Affiliates: was aus dem klassischen Verkaufstraining übertragbar ist
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Der Denkfehler, den ich lange hatte
Die vier Einwände, die es praktisch immer sind
Nachfassen ist der unterschätzte Teil
Wo ich beim Thema Verkaufsseminare skeptisch bin
Gratis-plus-Versand aus Vermarkter-Sicht
Der Denkfehler, den ich lange hatte
Die vier Einwände, die es praktisch immer sind
Nachfassen ist der unterschätzte Teil
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#1 · 28. Juli 2026, 11:20